Gibt es Pechsträhnen wirklich?

Es durchaus so, dass das Leben nicht immer so läuft, wie man es gerne hätte. Im glücklichsten Fall braucht man nur seine Erwartungen oder Sichtweise zu korrigieren. Ganz nach dem Motto: Krönchen richten, weitermachen!

Andere Male können sich die Ereignisse im Leben derart unglücklich entwickeln, dass man aus dem Abwärtsstrudel kaum noch herauskommt. Das nennt man dann auch Schicksalsschläge.

So schlimm manches Ereignis oder negative Serie zunächst auch sein mag… nicht alles, was nach Pech aussieht, muss sich im Nachhinein auch als schlecht herausstellen. Der britische Philosoph Alan Watts hat dies wunderbar in seiner Geschichte Chinese Farmer beschrieben.

Der chinesische Bauer:

Es war einmal ein chinesischer Bauer. Sein Pferd war davon gelaufen. Seine Nachbarn kamen zu ihm und bekundeten:

Es tut uns so leid, über deinen Verlust zu hören. Was für ein riesiges Pech das ist.

Der Bauer jedoch antwortete: „Vielleicht habt ihr recht.“

Am nächsten Tag kehrte sein Pferd zurück und hatte sieben wilde Pferde im Schlepptau. Die Nachbarn kamen zum Bauern, um ihn zu beglückwünschen.

„Was für eine glückliche Wendung.“ Nun hast Du acht Pferde.

Der Bauer antwortete wieder: „Vielleicht habt ihr recht.“

Am darauffolgenden Tag brach sich der Sohn des Bauern beim Dressieren eines der Wildpferde ein Bein.

„Oooh das ist so schlimm!“ ließen die Nachbarn den Bauern wissen.

Wiederum antwortete der Bauer: „Vielleicht habt ihr recht.“

Am nächsten Tag kam das Militär ins Dorf. Sie wollten den Sohn des Bauern für den Militärdienst einziehen. Aufgrund seines gebrochenen Beins war er jedoch ungeeignet.

„Ist das nicht großartig?“ fragten die Nachbarn den Bauern.

Abermals antwortete der Bauen „Vielleicht habt ihr recht.“

Die gesamte Natur ist ein immens komplexer Mechanismus. Daher ist es unmöglich festzustellen, ob etwas nun gut oder schlecht ist. Denn man weiß niemals welche Konsequenzen sich aus einem Ereignis ergeben. Das kann sowohl eine glückliche oder auch unglückliche Wendung sein.

Gibt es so etwas wie eine Pechsträhne:

Man wird es wohl nie so ganz wissen. Denn wie heißt es schön: Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.

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