Was würdest Du tun, wenn Du all Deine Ziele erreicht hättest?

Es ist gar nicht so schwer, all seine Ziele zu erreichen. Man hat es ja gewissermaßen selbst in der Hand. Je weniger anspruchsvoll und zahlreich die eigenen Ziele sind, umso einfacher ist deren Erreichung. Im Umkehrschluss kann man immer ein unerreichtes Ziel haben, wenn man es nur hoch genug steckt.

Will man wirklich Ziele haben?

Vielen von uns wird eingetrichtert, dass man Ziele im Leben haben müsse. Das Streben nach Zielerreichung sorgt dafür, dass wir uns verbessern und möglicherweise sogar über uns hinaus wachsen. Hinzu kommt, dass Zielerreichung Glück verspricht.

Beim Aspekt „Ansporn“ gehe ich noch mit.

Glücklich war ich insbesondere bei der Erreichung von großen Zielen selten bzw. nur für einen kurzen Augenblick. Denn kaum war das Glücksgefühl es endlich geschafft zu haben, zog eine große Leere ein.

Was kommt als nächstes?

Über viele Jahre hieß meine Antwort: Höher, schneller und weiter.

Ab einem gewissen Punkt begriff ich, dass der eigentliche Weg zum Ziel wesentlich schöner ist als der Moment der Zielerreichung. Mittlerweile bin ich zu der Ansicht gelangt, dass es viel wichtiger ist, wofür man steht und nicht etwa, was man erreicht hat. Mit anderen Worten:

Früher hatte ich Ziele, heute habe ich Werte.

Heute weiß ich, was mich ausmacht und wofür ich stehe. Statt neue Ziele zu definieren, achte ich nun darauf, wo ich am besten hinpasse und meine „Talente“ am sinnvollsten zum Einsatz bringen kann.

Man kann das wahrscheinlich am besten mit einem Adler vergleichen. Der steckt sich ja auch keine Ziele, wo er hinfliegen will und wie viele Mäuse er erlegen will. Nein… der Adler genießt das Sein und lebt das, wofür er bestimmt ist.

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