Welche Gewohnheiten verhelfen Dir dazu, dass Du Dich glücklich fühlst?

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Es gab mal eine Phase in meinem Leben, da war ich so glücklich, dass ich es nicht einmal mitbekam 🙂 Wie jetzt? Glücklich sein und nix davon mitbekommen?

Mein Schlüsselerlebnis:

Neben mir am Tisch diskutierte ein Pärchen übers Glücklichsein. Als ich der Unterhaltung lauschte, stelle ich zu meinem eigenen Erstaunen fest, dass ich mir über dieses Thema schon seit Monaten überhaupt keine Gedanken mehr gemacht hatte.

Nicht, dass mir das alles egal gewesen wäre. Ganz im Gegenteil. Lange Zeit habe ich wie alle anderen auch nach dem Glück gestrebt und es mir zum Ziel gesetzt. Auf wundersame Weise war dieses Thema völlig aus meinem Bewusstsein verschwunden. Meine Welt fühlte sich auf einmal stimmig an. Es gab nichts, was wirklich störte oder ich mir anders gewünscht hätte. Im Prinzip war alles genau richtig, so wie es gerade war. Da wurde mir klar:

Das Glück findet einen erst dann, wenn man nicht mehr danach sucht.

Damit ist jetzt nicht gemeint, dass man apathisch in der Ecke sitzt und so lange wartet, bis irgendwann mal bessere Zeiten kommen. Wer das macht, wird wahrscheinlich schnell Moos ansetzen.

Es geht eher darum, nicht mehr verkrampft dem Glück hinterherzujagen. Ist wahrscheinlich ähnlich wie mit der Liebe. Die kann sich auch erst dann richtig entfalten, wenn sie bedingungslos ist und man sie nicht zu erzwingen versucht.

Mit welchen Gewohnheiten ich mir mein Glück erhalte:

1. Mich nicht mit anderen vergleichen!

Der Vergleich mit anderen ist die Wurzel allen Übels. Schnell fragt man sich: „Was hat er, was ich nicht habe?“ und schwupps zermartert man sich das Hirn und wird unglücklich.

2. Mich mit meinem früheren Ich vergleichen.

In meinem Leben habe ich einige Dinge erreicht, die ich früher für sehr schwierig oder gar unmöglich gehalten hatte. Nun sind sie für mich zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Durch den Vergleich mit meinem früheren Ich wird mir wieder gewahr, wie glücklich ich mich schätzen kann und darf.

3. Mit mir selbst im Reinen sein.

Es geht nichts über ein ruhiges Gewissen. Wer mit sich im Reinen ist, grübelt weniger und macht sich weniger Sorgen. Damit sind die typischen Hindernisse zum Glücklichsein schonmal aus dem Weg genommen. Angenehmer Nebeneffekt ist, dass man mit ruhigem Gewissen wesentlich besser einschläft und den nächsten Tag schwungvoll beginnen kann.

4. Ziele sind schön, seiner Bestimmung zu folgen ist schöner

Es ist nichts falsch daran, sich Ziele zu stecken und viel Energie in deren Erreichung zu stecken. Problematisch wird es nur dann, wenn die gewählten Ziele gar nicht unserem Wesen bzw. Bestimmung übereinstimmen.

Ein weiteres Problem ist, dass man sich nach jeder Zielerreichung ein höheres / anspruchsvolleres Ziel steckt. Das mag für eine gewisse Zeit gut gehen. Irgendwann wird es einen jedoch zermürben (siehe Weltklasse-Athleten).

Wenn man erst einmal weiß, wer man ist und wofür man steht funktioniert das folgende Motto mitunter sehr gut:

Go with the flow* in the motion of the ocean.

Gemeint ist der eigene „Flow“ und nicht etwa das „tumbe“ Schwimmen mit dem Strom. Verzeiht mir den englischen Spruch. Ich finde ihn klasse, bekomme ihn aber nicht so übersetzt, dass er so geschmeidig wie im Englischen klingt. Und genau um die Geschmeidigkeit geht es hier.

Man schaue sich einfach die Tierwelt an. Glückliche Tiere machen das, wofür sie bestimmt sind. Wir Menschen können das auch, stehen uns nur manchmal selbst im Weg oder erkennen nicht, wer wir wirklich sind (weil unser Umfeld uns möglicherweise anders haben will).

5. Den Geist wach halten

Ich bin ja mehr so der Kopfmensch. Wenn mein Kopf für längere Zeit nix zu tun hat, dann dreh ich irgendwann durch. Soll heißen, ich brauche ab und an Beschäftigungen, die meinen „Denkmuskel“ fordern.

Angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich jedes Mal erneut erstaunt bin, was die Welt alles noch so zu bieten hat und was es alles noch zu entdecken gibt. Allein der Gedanke an diese Tatsache macht mich glücklich. Vielleicht liegt es auch schlichtweg daran, dass ich mehr so der Typ „Forscher“ und „Entdecker“ bin und diese Komponenten einfach wie Brot und Wasser in meinem Leben brauche.

6. Streicheleinheiten

Die meisten Menschen brauchen regelmäßig körperlichen Kontakt. Eine Umarmung von Menschen, die wir lieben und schätzen, lässt uns gleich besser fühlen. Wenn das mal nicht möglich ist, hilft ja auch gern der beste Freund des Menschen aus. Hunde lassen sich gern Streicheln und zeigen ihre Zuneigung offen. Mit Katzen ist das noch einfacher. Wenn man eher dörflich wohnt, kommt man mit denen eh in Kontakt (wenn man dann möchte).

7. Lass die Sonne scheinen

Der Begriff „Frühlingsgefühle“ kommt nicht von ungefähr. Wenn es wieder heller wird und uns die Sonne mit ihrer ganzen Strahlkraft anlacht, geht es uns gleich besser.

Wenn mir die Decke auf den Kopf zu fallen droht, gehe ich einfach mal für ne Stunde an die frische Luft. Je mehr Sonne, desto besser funktioniert es.

Die längere Phase meines absolut sorglosen Glücklichseins (siehe Text ganz oben) war übrigens genau die Phase, in der ich für ein Jahr jeden Tag mind. 6 Stunden Sonnenschein hatte. Gut… hat auch mal geregnet. Aber selbst bei Regen ist es tagsüber draußen deutlich heller als drinnen.

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