Welchen Fehler machen viele Anfänger beim Fotografieren?

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Ich könnte jetzt einen langen Abriss über all die handwerklichen / technischen Fehler schreiben… aber mach ich jetzt mal nicht. Stattdessen werde ich mich aufs wirklich Wesentliche konzentrieren.

Fehler Nummer 1: Nicht die Kamera macht das Bild

Wie so oft im Leben hat so mancher Anfänger das teuerste Equipment. Das Motiv dahinter: Profi-Kamera macht auch Profi-Bilder. Aber… der beste Hammer ist nichts wert, wenn sich ein unbedarfter Anfänger damit letztlich doch nur auf den Finger haut.

Also… Als Anfänger tut man sich besser daran, sich erst einmal aufs Bildermachen zu konzentrieren. Besser Kamera kann man sich immer noch kaufen, wenn man die Grenzen seiner bisherigen Kamera gesprengt hat.

Fehler Nummer 2: Ich will ne Abkürzung

Im Zeitalter von Life-Hacks und Selbstoptimierung muss alles schnell gehen. Tut es das nicht – so der weitverbreitete Irrglaube – muss man wohl etwas falsch gemacht haben. Dabei heißt es doch schon seit Ewigkeiten: Gut Ding will Weile haben.

Oma, Opa und Urgroßeltern haben aber letztlich recht. Eine neue Fertigkeit zu erlernen, braucht eben seine Zeit. Verlangt ja schließlich auch niemand, dass man schon im zarten Alter von 6 Monaten seine Muttersprache fließend sprechen können muss. Warum also sollte man nach 6 Monaten schon ein Profi-Fotograf sein, der gerade mal 20.000 Fotos geschossen hat…? Wo bleibt da eigentlich Zeit für all die Fehler, die man machen muss, um etwas wirklich zu lernen? Wie soll da etwas überhaupt in Fleisch und Blut übergehen können?

Fehler Nummer 3: Du siehst nur mit dem Herzen gut

Zugegeben… diese Lektion habe ich erst spät in meinem Leben gelernt und wirklich verstanden. Das Endresultat (Foto) hat viel mehr mit dem zu tun, was man sieht und fühlt, als mit all der Technik und wie man ein Foto macht. Letztgenannte Aspekt sind nur Mittel zum Zweck.

Ein Profi hat einen siebten Sinn. Sein Auge ist geschult wie das eines Adlers. Er entdeckt in seiner Welt bewusst Dinge, die er sehen will oder die gerade sein Lebensinhalt sind. Sein Herz sagt ihm, guck da hin!

Vor seinem geistigen Auge sieht er bereits das Foto, das er gleich machen wird. Instinktiv weiß er, wo er stehen muss. Er fühlt das Licht und dessen Schatten. Seine Kamera hat er vorher bereits eingestellt, denn er weiß, was er will. Und er weiß nun, dass sein Moment gekommen ist. Wie in einer Choreografie greift er zu seiner Kamera, er visiert an, wartet auf das letzte Quäntchen Magie und…. drückt den Auslöser.

Selbstverständlich schaut er sich danach NICHT das Vorschaubild an. Er weiß ja, dass er alles richtig gemacht hat. Zweifel sind ihm nach all den Jahren an Übung fremd. Er hat sich über die Technik seiner Kamera heraus entwickelt und fotografiert einzig und allein nur noch mit seinem Herzen.

Eine Lektion… die jeder Amateur und Möchtegern noch lernen muss…

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